Viktoria News

Regieassistenz                                                                                              Anna - mutter der mütter I die heilerin aus dem lechtal                  Buch und Regie claudia Lang-Forcher                                        geierwally - Freilichtbühne elbigenalp Lechtal

Anna Dengel - Das Theaterstück

Die Mutter zu verlieren – das ist der Urschmerz eines Kindes. Anna Dengel hat ihn erlebt und ausgehalten. Sie hat ihr persönliches Leid in Liebe verwandelt. Und so ist die Geschichte der Anna Dengel eine Liebesgeschichte der besonderen Art. Anna Dengel begründet mütterlich-heilende Präsenz in einer verwundeten Welt. Sie, die selbst ihre Mutter so früh verloren hat, wird zur Mutter der Mütter, denn kein Kind soll mutterlos durchs Leben gehen. Tief erschüttert wird Anna ein zweites Mal in ihrem Leben, als sie in Indien die unfassbare Not der gebärenden Frauen erlebt. Sie spürt, dass alles, was sie tut, viel zu wenig ist, es ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Und wieder trifft Anna nicht eine resignative Entscheidung, sondern ist lebensbejahend. Das macht sie zur Heldin. Sie ist Feuer und Flamme, andere Frauen für die Heilungsarbeit zu begeistern. Anna Dengel baut eine Gemeinschaft von Frauen auf, die aus Ärztinnen, Krankenschwestern und Pflegerinnen besteht. Sie geht dabei über verkrustete Strukturen hinweg. Ihre Kraft schöpft sie aus dem Lechtal, denn dort sind ihre Wurzeln. Die Seele der Anna Dengel ist immer im Lechtal beheimatet geblieben, egal auf welchem Kontinent sie Krankenhäuser, Krankenpflege- oder Hebammenschulen gegründet hat. Unsere Vorfahren ehrten die Flüsse, indem sie den Ursprung, die Quelle, verehrten. So soll es auch hier sein: Wir ehren als Lechtaler gemeinsam das gewaltige Lebenswerk der Anna Dengel, indem wir ihren Ursprung ehren. Indem wir spüren, dass sie eine von uns ist und dass ihr Heldentum auch in unseren Herzen ruht, bereit für den Ruf, Großes zu schaffen.

Anna Mutter der mütter - die heilerin aus dem lechtal

Der Lech ist ein mächtiger Fluss – umgeben von der wilden Schönheit der Berge bahnt er sich seinen Weg durch die Alpen. Die Kraft des Lechtals ist nicht nur in der Natur zu finden, sondern auch in den Menschen, denen dieses Tal Heimat gegeben hat. Manchmal spüren sogar diejenigen, die in der Ferne leben, ihre Wurzeln deutlicher. Anna Dengel wurde am 16. März 1892 als ältestes von neun Kindern in Steeg/Lechtal geboren. Anna ist erst acht Jahre alt, als sie am 24. Oktober 1900 ihre Mutter Gertrud Dengel, geb. Scheidle, durch eine Lungenentzündung verliert. Die Auseinandersetzung mit Schmerz und Trauer nach dem Tod der Mutter prägt Anna Dengel ihr ganzes weiteres Leben. Anna will heilen – sie will andere Kinder davor bewahren, mutterlos in der Welt zu sein – und hat damit ihre Lebensaufgabe gefunden. 1914, als der 1. Weltkrieg Europa überrollt, absolviert Anna Dengel ihre Matura. Als sie 1919 ihr Medizinstudium abschließt und in Irland den Doktortitel erhält, ist sie eine der ersten Ärztinnen Tirols. Schon 1920 geht sie nach Rawalpindi/Indien und übernimmt Aufgaben in der Geburtshilfe, die Männer aus religiösen Gründen nicht ausüben können. Anna Dengel ist Feuer und Flamme. Sie schreibt: „Das ist die Antwort auf meinen größten Wunsch und meine tiefste Sehnsucht: eine Missionarin zu sein mit einem bestimmten Ziel im Auge, eine dringend notwendige Aufgabe zu übernehmen, die nur Frauen erfüllen können. Es ist der Traum meiner Kindheit.“ Anna arbeitet bis zur körperlichen und seelischen Erschöpfung. Sie verfällt in Zustände der Ausweglosigkeit, die sie als „Nacht der Seele“ beschreibt. Anna Dengel spürt: Die Last ist zu schwer für ihre Schultern, sie braucht Verbündete. Nach einem Besuch bei der Familie in Tirol fasst sie den Entschluss zur Gründung der „Missionsärztlichen Schwestern“. Doch erst muss sie den Vatikan zu einer Kurskorrektur bewegen. Denn ein altes Kirchengesetz verbietet die Mithilfe von Ordensleuten bei Operationen und Geburten. Anna Dengel ist hartnäckig, bleibt ihrer Vision treu und schafft es tatsächlich, dass der Vatikan es Ordensleuten ermöglicht, auch bei blutenden Wunden zu helfen. Damit ist der Weg frei für die Ordensgründung der „Missionsärztlichen Schwestern“. Anfangs sind es nur 4 Frauen, die sich zu einer Gemeinschaft von Heilerinnen verbinden. Doch Anna Dengel ist erfüllt von ihrem Traum. Ihren Rückhalt fürs Leben hat sie in der Natur des Lechtals, zu dem sie immer Verbindung hält. Heute gibt es 50 Krankenhäuser in aller Welt, die Anna Dengel gegründet hat. Mutter Theresa war eine Schülerin von Anna Dengel und wurde heiliggesprochen. Mutter Theresa war eigentlich der Ansicht, dass ihre Lehrerin heiliggesprochen werden sollte. Ihr zu Ehren wurde das Theaterstück „Anna – Mutter der Mütter“ geschrieben.

Claudia lang - Forcher I Autorin & regisseurin

Claudia Lang-Forcher ist Mitgründerin der Geierwally-Freilichtbühne in Elbigenalp. Lange Jahre (bis 2013) war sie künstlerische Leiterin der Bühne. Sie hat in vielen Stücken die Hauptrolle gespielt. Die meisten ihrer eigenen Stücke, wie etwa „Schwabenkinder“, „Marie, die Alpenrosenkönigin“, „Schattenweiber“ oder „Eine Handvoll Heimat“ wurden in Elbigenalp erfolgreich uraufgeführt. Mit der Geierwally-Freilichtbühne ist sie untrennbar verbunden, sie ist das Herz und das Gesicht der Geierwally-Bühne. Besonders liegen Claudia Lang-Forcher das Schicksal der Frauen und Kinder des Lechtals und ihrer Tiroler Heimat am Herzen. Deswegen sind ihre Hauptfiguren oft Frauen und Kinder aus der unmittelbaren Umgebung. Sie schafft auf der Bühne Vorbilder, um die Menschen zu animieren, mutig und liebend zugleich zu sein. Den Funken überspringen zu lassen, dass die Grenzen zwischen dem Theaterstück und dem Publikum verschwinden und beides zusammen zu einer gefühlten Realität wird. Das macht sowohl die Magie ihrer Theaterschöpfungen aus, als auch ihren Erfolg. Die Stücke von Claudia Lang-Forcher lassen wieder erleben, dass der Held oder die Heldin nicht nur auf der Bühne steht, sondern in der eigenen Seele lebt. Den Mut und die Freiheit Tirols – das wurde hier in der Geierwally-Freilichtbühne gesucht und gefunden.

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TRUST von falk RICHTER I BRUX FREIES theater innsbruck

(c) Veronika Stemberger

„Verdammt ich bin wie Geld, ich bin alles und überall und keiner kann meinen Wert einschätzen. Und dauernd laufe ich Gefahr, komplett wertlos zu werden über Nacht, dauernd laufe ich Gefahr, komplett einzubrechen.“

 

TRUST, das heißt Vertrauen, und darum geht es auch: um ein Grundgefühl von emotionaler Sicherheit beziehungsweise um das Abhandenkommen dieses Gefühls, um den Vertrauensverlust. TRUST heißt aber auch, im ökonomischen Sinn, der Zusammenschluss mehrerer Unternehmen unter Aufgabe ihrer rechtlichen und wirtschaftlichen Selbständigkeit zum Zweck der Monopolbildung und Gewinnmaximierung.  Wie beide Bedeutungsebenen des Wortes in diesem Text verschränkt und dabei die Marktmechanismen des globalen Kapitalismus und die Erschütterungen durch die Finanzkrise auf die private Beziehungsebene heruntergebrochen werden, hat ziemliches Witz- und Wutpotenzial. Wir kommen voran, nur kein Stillstand, der nächste Crash kommt bestimmt, wir wissen nur nicht wann!

 

PREMIERE DO 10. Jänner 2019 um 20 Uhr

@ BRUX / Freies Theater Innsbruck, Wilhelm-Greil-Str. 23, Innsbruck

 

VORSTELLUNGEN SA 12.01. I DI 15.01. I SA 19.01. I MI 23.01. I FR 25.01. I SA 26.01.

EINTRITT 15 / 12 €

RESERVIERUNGEN www.brux.at

 

REGIE Michaela Senn

AUSSTATTUNG Veronika Stemberger

CHOREROGRAPHISCHE BEGLEITUNG Eva Müller

MIT Katarina Hauser, Nevena Lukic, Philipp Rudig, Michael Rudigier

PRODUKTIONSLEITUNG Viktoria Meyer Simon

RECHTE S. Fischer Verlag

 

Mit freundlicher Unterstützung von Stadt Innsbruck, Land Tirol und dem Bundeskanzleramt Österreich sowie BRUX / Freies Theater Innsbruck, pmk – Plattform mobile Kulturinitiativen und TKI – Tiroler Kulturinitiativen

by marisol.designs.photography

InterEmblem

Das Trio, bestehend aus Viktoria Meyer Simon, Francesca Menges und Marie-Christine Bawart, hat sich nach deren gemeinsamen Ausbildung zur Schauspielerin, an der Schauspiel Innsbruck – Schule für darstellende Kunst & Theater Tirol, formiert.

 

„Wir bewegen uns stetig, die Zeit steht nie still. Ständig sind wir in Bewegung, ohne dass wir in Bewegung sind. Für einen Augenblick entsteht ein Raum und man erwacht. Weiter in Bewegung, befindest du dich auf der Schwelle?“

 © interemblem
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